BrunnenOrtsgestaltung:

„Brauchen wir einen neuen Rathausbrunnen?
 Die werfen doch unser Geld zum Fenster hinaus!“

Solche oder ähnliche Äußerungen konnte man in der Vergangenheit immer wieder hören. Fakt ist, dass der alte Brunnen in die Jahre gekommen und sehr marode ist. Von anerkannten Fachleuten wurde bestätigt, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Also, was tun?

Die billigste Lösung wäre, den alten Brunnen ersatzlos abzureißen und den Platz zu überpflastern. Na gut, damit könnte man leben.
Anderseits: Der Rathausplatz ist das Zentrum und damit die „gute Stube“ unserer Gemeinde – er ist eine Visitenkarte. Der Brunnen hat sich als lebendes Element im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger eingeprägt. Besonders in der warmen Jahreszeit spielen die Kinder gerne am und mit dem Wasser. Deshalb kann die Frage, ob wir einen Brunnen brauchen, wohl nur subjektiv beantwortet werden.

Der Gemeinderat hat mehrheitlich entschieden, dass vor dem Rathausplatz ein neuer Brunnen entstehen soll. Wie aus dem “Bild” ersichtlich ist, soll es sich um eine Anlage handeln, bei der im Boden eingelassene Düsen die Wasserfontänen nach oben spritzen.
Diese Variante wäre eigentlich verhältnismäßig kostengünstig, wenn da nicht die Frage der Wasseraufbereitung wäre. Allein diese kostet rund 80.000,- €.
Sie ist jedoch ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Anlage, weil die Kinder im Sommer durch die Wasserfontänen laufen. Dabei wird es sich nicht vermeiden lassen, dass sie dann – bewusst oder unbewusst – davon trinken. Somit besteht die latente Gefahr der Gesundheitsgefährdung. Wer soll dafür die Verantwortung übernehmen?
Die Verschmutzung des Brunnenwassers lässt sich in der Praxis nicht vermeiden,
 z.B. durch Hunde- und Vogelkot, durch das Betreten der Fläche (Fußgänger), durch Staub, Laub usw.

Die Gesamtkosten für den Brunnen belaufen sich voraussichtlich auf 110.000,- €.
Hinzu kommen noch ca. 45.000,- € für eine Änderung der Rathausplatz-Gestaltung, somit zusammen 155.000,- €.
Diese beiden Maßnahmen finden Eingang in das Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“.

Dadurch erhalten wir einen staatlichen Zuschuss von 60 %, so dass sich der Eigenanteil der Gemeinde auf rund 70.000 € reduziert.

Auch wenn es sich dabei um eine respektable Summe handelt, sollte es uns die Sache Wert sein. Ein gewisser „Bürgerstolz“ ist auch in Untermeitingen angebracht und gerechtfertigt!

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